Archive for Leipziger Allerlei

Von der Schwierigkeit, sich umweltbewusst zu verhalten

Eine ausgemachte Umweltsau bin ich nicht wirklich. Die Mülltrennung ist mir beispielsweise in Fleisch und Blut übergegangen, sogar so weit, dass ich die Kunstwachsbeschichtung von der Käserinde schneide, um sodann den Käserest im Bio- und den Kunstwachs im Recyclingmüll zu entsorgen. Ich achte darauf, dass die Äpfel, die ich kaufe, aus Deutschland kommen, weil ich nichts davon halte, dass Grundnahrungsmittel um die halbe Welt geflogen werden. Aber einen blauen Engel würde ich mir auch nicht verleihen. Dafür bin ich noch nicht ausreichend environmentally correct, finde ich. Aber warum ist es bei all dem Wissen, das wir haben, so verdammt schwer, sich richtig zu verhalten?

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Er sagt, sie sagt

Inspiriert vom Kopfschüttel-Blog folgende amüsante Begebenheit, die sich vor einigen Abenden zutrug. Bühnenbild: ein Paar, das an einem lauen Frühlingsabend auf dem Balkon sitzt und Rührei verspeist:

Sie: “Mensch, als ich die Eier verquirlt habe, habe ich noch ein richtig großes Stück Schale entdeckt. Hatte beim Aufschlagen gar nicht bemerkt, dass da etwas mit reingefallen ist.”

Er: “Und, hast Du’s drin gelassen?”

Sie: “Natürlich nicht, was für eine Frage. Habe ich den Kopf nur zum Haare schneiden?”

Kopfschüttel…

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Die Chose mit der Laktose

Seit einiger Zeit weiß ich, dass ich Laktoseintoleranz habe. Ich war mir nicht schlüssig, ob ich froh sein sollte, weil ich endlich wusste, was mit mir los war, oder ob ich weinen sollte, weil die Arzthelferin zu mir sagte: “Wir können den Test hier abbrechen, so hohe Werte haben wir selten.” Trommelwirbel, Tusch, Gong: Sie haben den Hauptgewinn gezogen! Na ja, inzwischen habe ich gelernt, dass man mit LI (so die lässige Insider-Abkürzung in der Szene der Lebens- und Nahrungsmittelunverträglichkeiten) ganz gut leben kann und dass man a) weiß Gott nicht allein damit und b) erst recht kein Mutant ist. Man fragt sich allerdings, wie und warum unser Essen so mutiert ist…

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Frühling. Jetzt. Zack zack!

Jetzt reicht es aber, oder? Jetzt haben wir alle die Schnauze gestrichen voll vom Winter und seinen hässlichen Begleiterscheinungen wie Kälte, Nässe und Dunkelheit. Genug ist einfach genug. Es gibt zwar noch einige Unbelehrbare, die ihre Ski durch die Fußgängerzone zum Ostercheck tragen, aber für diese armen, irregeleiteten Seelen haben wir nur ein mildes Lächeln übrig. Wir wollen den Frühling - jetzt, sofort und unverzüglich. Und ist er nicht willig, so brauchen wir Gewalt.

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Nie wieder Freundin!

Am Wochenende habe ich seit langer Zeit mal wieder eine Frauenzeitschrift durchgeblättert, weil sich eine Kollegin extra die Mühe gemacht hatte, sie mir mit der Hauspost zu schicken und ich dachte, das könnte mal wieder ganz kurzweilig sein. Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich in einem nicht unerheblichen Maße zur Naivität neige? Kurzweilig - dass ich nicht lache! Bei diesem speziellen Heft handelte es sich um die Freundin. Doch so viel ist sicher: Wer so eine Freundin hat, braucht keine Feindin mehr!

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Kann man Zuversicht lernen?

Das ist eine Frage, die mich gerade schwer beschäftigt, denn ich tendiere eindeutig zu der Das-Glas-ist-leer-Fraktion. Und was mir besonders Gedanken macht, ist, dass es mit zunehmendem Alter nicht besser, sondern eher schlimmer wird! Dabei sollte die Entwicklung doch mit wachsender Lebenserfahrung und mit Blick auf bisher Erreichtes in die andere Richtung gehen. Aber nein, “kann ich nicht, schaff ich nicht, trau ich mir nicht zu” flüstert eine fiese Stimme leise in meinem Hirn. Oder im Herzen? Vollständig lesen »

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