Das Richtige tun
Das Richtige zu tun, ist gar nicht so leicht, denn ob etwas richtig oder falsch ist, liegt ganz im Auge des Betrachters. Es gibt vermutlich so viele Varianten von richtig wie es Menschen gibt. Aber aus meiner Sicht - und nur um die geht es hier schließlich - habe ich gestern alles richtig gemacht. Seit ich den Entschluss gefasst habe, den 10,9-Kilometer-Kelch an mir vorüber gehen zu lassen, fühle ich mich unendlich erleichtert, geradezu befreit. Eine zentnerschwere Last ist von mir abgefallen und ich kann auch wieder an andere Dinge denken als nur an den in nicht mehr allzu weiter Ferne drohenden Lauf, der mir vermutlich die ganze davor liegende Urlaubswoche versaut hätte.
So ein Wettkampf soll doch einen Reiz darstellen, einen zu neuen Leistungen beflügeln und man sollte ihm freudig aufgeregt entgegen fiebern. Wenn einem hingegen nur der Gedanke daran schon den kalten Angstschweiß auf die Stirn treibt, auf’s Gemüt schlägt und schlaflose Nächte bereitet, könnte man dies eventuell als Zeichen dafür deuten, dass man nicht ganz die richtige Entscheidung gefällt haben könnte - gelinde ausgedrückt. Mit anderen Worten: Ich bin rundum zufrieden mit meiner gestern gefällten Entscheidung und freue mich wieder auf den nächsten Lauf - ganz entspannt und ohne Druck.
mat said,
April 14, 2009 @ 21:03
Das kann ich bestätigen, meine Schnecke ist wie ausgetauscht!
nimrouz said,
April 15, 2009 @ 16:06
Vielleicht hat sich ja allein für diese Erfahrung und die Erkenntnis daraus die ganze Anstrengung gelohnt. Ich wette, du hättest es nicht geglaubt, wenn dir das vorher jemand gesagt hätte! Und gegen solche Sätze von ganz innen hat kein schlechtes Gewissen mehr eine Chance. Herzlichen Glückwunsch!