21. Bingo!
Heute gibt es was zu feiern, liebe Leser. Ich habe endlich die magische Einheit Nr. 21 absolviert und dabei einen neuen Rekord aufgestellt! Stolze 2,5 Stunden war ich unterwegs, und irgendwie war heute alles besser: ruhiger Atem, weniger Ziehen in den Gliedmaßen, das auch erst später auftrat, weniger Durst und Hunger, kein Wind und ein paar Grad mehr. Außerdem bin ich jetzt, ein paar Stunden nach der Rückkehr, auch nicht so im Sack wie letzte Woche.
Als ich auf dem Hinweg merkte, dass ich bereits an der Stelle vorbei war, wo ich letzte Woche schon ordentliches Ziehen an diversen Stellen verspürte, schlich sich der erste Gedanke an die 2,5-Stunden-Marke in mein Hirn. Irgendwann war es für mich abgemachte Sache und ich hängte noch einen Abstecher an die Strecke von letzter Woche dran. Natürlich wurde der heutige Ausflug in den Grundlagenbereich trotzdem kein Spaziergang. In der zweiten Stunde hatte ich öfter das Gefühl, trotz meiner sich bewegenden Beine nur auf der Stelle zu treten, und verfiehl außerdem mehrfach - ohne es richtig zu bemerken - in so einen gemütlichen Trott, dass ich meine Herzfrequenz-Untergrenze unterschritt. In der letzten halben Stunde habe ich mich nur noch mechanisch und steif wie ein Roboter bewegt. Nicht einmal um die Steine aus meinen Schuhen zu entfernen, habe ich eine Pause gemacht - sonst hätte mich ein Taxi für Liegendtransporte abholen müssen. Ich glaube, von hinten sah ich aus wie ein Cowboy, dem man nach zweiwöchigem Ritt das Pferd unter’m Hintern weggezogen hat, wahlweise wie ein Matrose, der nach Monaten auf See zum ersten Mal wieder festen Boden unter den Füßen hat…
Bilanz Sonntag, 29.03.2009 (Einheit Nr. 21):
- Trainingsdauer: 2,5 Stunden (oder auch 150 Minuten!)
- von Anfang bis Ende gewalkt
- 2-3 min auslaufen (taumelnd nach Hause eiern trifft es wohl eher…)
- durchschnittlicher Puls: 141
- maximaler Puls: 153 (das waren wieder die winzigen Steigungen an Buckeln und Brücken)
- verbrauchte Kalorien: 1343
- 10-15 min Dehnen
So, die 21 ist geschafft, ab jetzt läuft’s praktisch von selbst. Oder? Äh, nein. Ich merke bei mir sofort, wie die Faulheit nach einem Ruhetag wieder Terrain erobert und versucht, sich breit zu machen. Deshalb zähle ich jetzt weiter bis 50, wie ich es mal woanders als Richtwert für die Wiederholung von Dingen, die man als Veränderung in seinem Leben etablieren will, gelesen habe.
Außerdem komme ich auf den Kommentar von Alex zum letzten Beitrag zurück: Bis zum großen Event sind es noch gut vier Wochen (Ohgottogottogottogott…). Da muss ich ab sofort konsequenter sein, regelmäßiger trainieren (3-4 Mal die Woche) und endlich doch noch was für die Geschwindigkeit tun, sonst komme ich in Bamberg nie im Ziel an. Da ich morgen noch mal frei habe, kann ich jetzt vollmundig mit “Auf geht’s!” schließen.
nimrouz said,
März 29, 2009 @ 20:14
Yippiiehh yeeehhh
Wer hätte das vor drei Monaten gedacht?
Herzlichen Glückwunsch! Ich bin… voller Respekt und ziehe meinen Hut, Mademoiselle.
Und noch eine Frage hinterher: Was ich aber schon immer über die Kalorienzählung wissen wollte und mich nie… woher weißt du eigentlich immer so genau wie viele das sind?
nigri said,
März 29, 2009 @ 20:23
Das sagt mir der schlaue Herzfrequenzmesser, der das über weiß-der-Geier-was-für-komplizierte-Logarhythmen aus der Weltraumforschung anhand meines Alters, Geschlechts, Gewichts, meiner Größe, Herzfrequenzwerte und Trainingsdauer ausrechnet. Ich frag mich ja insgeheim auch, wie zuverlässig das ist, aber trotzdem tut es unheimlich gut
nimrouz said,
März 31, 2009 @ 1:05
Verstehe. Da würd ich ja glatt einfach ein Drittel dazurechnen. Der Motivation wegen. Verblüffte gute Wünsche aus der anderen Ecke der Stadt!