Zum Gähnen

Es war wieder eine dieser Wochen: Am Montag gönnte ich meinen am Sonntag so lang geschundenen Gließmaßen eine Auszeit - es hat überall ganz schön gezogen und geächzt im Gebälk. Dienstag: Singen, Mittwoch: bei Freunden eingeladen und Donnerstag: Rusconi Trio im Jazzclub. Eigentlich eine schöne Woche, aber leider wieder keine Zeit für den Spocht. Als ich am Freitag von der Arbeit kam, hatte meine Entschlossenheit, mich zu bewegen, schon wieder einen massiven Erosionsprozess durchgemacht: die Augen klein, die Klappe groß - weit aufgerissen vom Gähnen. Und dann das Sauwetter! Aber mich plagte auch ein schlechtes Gewissen in Folge etwas zu ausgiebig probierten Backwerks im Laufe des Bürotages, wie das immer so geht, wenn jemand Geburtstag hat… Langer Rede, kurzer Sinn: Ich raffte mich tatsächlich noch auf, um mich im Studio auf den Crosstrainer zu schwingen. Dummerweise vergaß ich Musik und Kopfhörer zu Hause!

Es war also wieder gähnend langweilig, so ganz ohne Entertainment auf den Ohren. Glücklicherweise lief irgendwann auf einem der Fernseher das Quiz mit Jörg Pilawa, wo ich wenigstens die eingeblendeten Fragen lesen und mitraten konnte. Man wird bescheiden…

Bilanz Freitag, 27.03.2009 (sage und schreibe Einheit Nr. 20):

  • 1 Stunde Crosstrainer
  • 5 Minuten abkühlen
  • Intervalltraining mit verschiedenen Widerständen, Rampenwinkeln  und natürlich Vorwärts- und Rückwärtsgang
  • durchschnittlicher Puls: 148
  • maximaler Puls: 159
  • verbrauchte Kalorien: 650 (hoffentlich reicht’s für den Ausgleich!)

Überflüssig zu erwähnen, dass ich mich nachher natürlich heldenhaft gefühlt habe!

  del.icio.us this!

2 Responses so far »

  1. 1

    Alex said,

    März 29, 2009 @ 9:55

    Ich bewundere dich, dass du so konsequent bist!! Sobald ich vom Urlaub zurück bin, muss ich mich auch wieder ins Studio begeben … war doch sehr nachlässig in letzter Zeit :-((
    Baci

  2. 2

    nigri said,

    März 29, 2009 @ 18:09

    Na ja, nicht ganz so konsequent, wie ich sein könnte und auch sollte, aber danke für das Lob. Ich staune über mich selbst. Die letzten beiden Male, als ich mich für Läufe angemeldet hatte, ging das Ganze nach hinten los: Sobald ich als Teilnehmerin gelistet war, habe ich in Folge einer unerklärlichen Sturheits- und Trotzreaktion gar nichts mehr gemacht. Von daher ist das jetzt ein großer Fortschritt!
    Beim Frauenlauf in Frankfurt gibt es auch 5 km walken. Na, wie wär’s? Lust mich zu begleiten?

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