Zugrunde gerichtet vom Grundlagentraining
Heute mache ich es kurz, denn Einheit Nr. 19 war lang. Ich habe meinen guten Vorsatz wahr gemacht und bin nach angemessener Wartezeit nach dem Frühstück zum Walken aufgebrochen, für alle Eventualitäten ausgestattet mit Handschuhen, Earbags (flauschige, wärmende Überzieher für die Ohren), Wasser und einem Fruchtriegel. Ich habe alles gebraucht! Es hat eine Weile gedauert, bis ich meinen Zielfrequenzbereich - quasi den Betriebspuls - erreicht habe, doch einmal in diesem Bereich angekommen, konnte ich ihn dauerhaft halten. Die Intensität war also geringer als sonst, aber die Dauer… Vorhof zur Hölle!
Zwei Stunden waren für mich als Pflicht gesetzt, alles Weitere wäre Kür gewesen. Nach exakt 2 Stunden und 7 Minuten habe ich die Messung gestoppt. Halleluja! Ich habe die Keulen kaum noch die Treppe hochbekommen… Ziemlich genau nach einer Stunde machten sich Leisten und Hüftgelenk durch Ziehen bemerkbar, nach gut eineinhalb Stunden zog es auch im Po und an der Oberschenkelinnenseite. Das Gefühl, ein auf langen Beinen ohne Kniegelenk herumstaksender Vogel zu sein, stellte sich kurz darauf ein. Gegen Ende, als das Ziehen vom Po noch in die Rückenstrecker hochkroch, befürchtete ich, dass ich nie wieder in die Gänge kommen würde, wenn mich irgendwas wie ein einfacher Hubbel im Asphalt aus dem Tritt brächte. Aber es ging gut, ich kam heil nach Hause und war vernünftig genug, ausgiebig zu dehnen. Trotzdem kann ich mich schon jetzt auf einen gepflegten Muskelkater morgen einstellen… Hoffentlich dankt es mir mein Hintern mit einer Hebung um mindestens 1 Millimeter!
Zu kämpfen hatte ich außerdem mit meiner Bekleidung. Eigentlich hatte ich sie gut ausgewählt, aber die Erfahrung zeigt, dass ab einer gewissen Menge an Schweiß auch die fleißigste Funktionsbekleidung den Dienst quittiert. Da sich die Sonne immer mehr hinter Wolken versteckte, habe ich streckenweise wieder gefroren. Jetzt, eine heiße Dusche und zwei Teller Bulgur-Lamm-Eintopf später, ist mir aber wieder schön warm
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Bilanz Sonntag, 22.03.2009 (Einheit Nr. 19):
- Gesamtdauer: 127 min, von Anfang bis Ende walkenderweis bewältigt
- durchschnittliche Herzfrequenz: 137 (die Grenzwerte waren 130 - 148)
- maximale Herzfrequenz: 148
- verbrauchte Kalorien: 1102
So etwas sollte ich ja eigentlich regelmäßiger machen, Grundlagentraining ist das A und O. Weia, zwischen Knien und Bauchnabel tut mir gerade alles weh! Nichtsdestotrotz habe ich unterwegs überlegt, wie ich meine aktuelle Form, die sich bis Anfang Mai ja noch ins Unermessliche steigern wird, weiter halten kann. Hinterlistig schlich sich die 8-km-Strecke vom Frankfurter Frauenlauf in mein Hirn, vor der ich vor 3 Jahren gekniffen hatte, um mit kalten Füßen und weichen Knien auf die 5 km umzumelden…
mat said,
März 22, 2009 @ 20:05
Chacka!